ADS und ADHS

ADS ist die Abkürzung für Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom, Kinder mit ADHS sind zusätzlich hyperaktiv. Mediziner schätzen, dass bis zu 10 Prozent aller Kinder von ADHS betroffen sind.

ADS und ADHS

Durchschnittlich kann man davon ausgehen, dass in jedem Klassenzimmer mindestens ein Kind mit ADS oder ADHS sitzt. Jungen leiden etwa viermal häufiger als Mädchen an ADHS. Typisch für diese Kinder sind impulsives und ungesteuertes Verhalten. Sie können sich schwer konzentrieren, kennen keine Grenzen und sind mitunter extrem unruhig und hibbelig. Doch ADHS-Kinder haben auch positive Seiten. Oft sind sie besonders sensibel, kreativ und gutmütig und können äußerst charmant sein. ADHS verschwindet nicht, wie früher angenommen, in der Pubertät. Viele ADHS-Kinder sind auch als Jugendliche und Erwachsene von der Erkrankung betroffen.

Symptome

  • Aufmerksamkeitsstörungen
  • Überaktivität (zappeln, springen)
  • Beziehungs- und Interaktionsprobleme
  • mangelnde Organisationsfähigkeit
  • erhöhte Impulsivität
  • negative Selbsteinschätzung
  • Stimmungsschwankungen
  • Lernstörungen.

Ursachen

multifaktoriell, Zusammentreffen verschiedener Faktoren wie

  • erbliche Veranlagung
  • Erkrankungen oder Verletzungen des zentralen Nervensystems
  • organische Veränderungen und Nährstoffmangel im Gehirn
  • Nahrungsmittelallergie und -Unverträglichkeit
  • Schadstoffe, insbesondere Blei
  • Raucherhaushalt, vor allem Nikotin in der Schwangerschaft
  • Schwangerschafts- und Geburtskomplikationen und erniedrigtes Geburtsgewicht
  • ungünstige familiäre Bedingungen
  • Reizüberladung.

Behandlung

  • Methylphenidat (Ritalin) nach eingehender ärztlicher Beratung
  • Familien- und Verhaltenstherapie
  • Selbstinstruktionstraining
  • Musiktherapie
  • Entspannungstechniken
  • Ernährungstherapie
  • Lerntherapie, Logopädie.

Selbsthilfe

  • Verhaltensweise im Umgang mit ADHS-Kindern beachten (zum Beispiel Kind Sicherheit und Geborgenheit vermitteln, Regeln aufstellen und Konsequenzen einhalten, viel Bewegung und strukturierte Abläufe)
  • Baldrian, Melisse, Hopfen, Johanniskraut als Tee, Öl, Tropfen oder Dragees zur Beruhigung
  • Duftöle aus Orangenblüten, Lavendel, Jasmin und Melisse können ausgleichend wirken.

Vorbeugung

  • nicht gezielt möglich
  • kein Alkohol und Nikotin sowie keine Drogen in der Schwangerschaft.

Wann Sie zum Arzt sollten?

wenn Sie und auch andere Personen (z. B. Erzieherinnen, Lehrer) über einen längeren Zeitraum auffällige Verhaltensweisen bei Ihrem Kind beobachten.

Autor: Redaktion Rehakliniken Online

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