Bettnässen

Wenn Kinder nachts ins Bett machen, ist das für Eltern wie Kinder sehr häufig mit belastenden Schamgefühlen behaftet. Das geht vor allem auf Vorurteile über das Bettnässen zurück. Denn diese Vorurteile besagen, dass Bettnässen auf Fehler in der Erziehung oder psychische Probleme der Kinder zurückzuführen seien. Tatsächlich ist Bettnässen bei Kindern unter fünf Jahren aber ein durchaus normales Verhalten. Von einem behandlungsbedürftigen Bettnässen sprechen Mediziner erst, wenn Kinder nach dem 5. Lebensjahr wenigstens 2 Mal im Monat einnässen. In den meisten Fällen vergeht Bettnässen von alleine. In einigen Fällen aber ist ärztliche oder psychologische Behandlung notwendig.

Symptome

Bettnässen

nächtliches unbeabsichtigtes Urinlassen während des Schlafes (mindestens 2 Mal im Monat nach dem 5. Lebensjahr oder nach 6-monatiger Trockenphase)

Ursachen

  • in der Regel Reifungsverzögerung des vegetativen Nervensystems
  • selten Fehlbildungen der Blase oder Harnwegsinfektionen
  • psychische Belastungen oder traumatische Erlebnisse

Behandlung

  • medikamentös mit Nasensprays oder Tabletten mit Desmopressin
  • Hilfsmittel wie Klingelhosen
  • Blasenkontrollübungen
  • gegebenenfalls psychotherapeutische Beratung

Selbsthilfe für Eltern

  • Ruhe bewahren und gezielt Beratung beim Kinderarzt bzw. Kinderpsychologen suchen
  • Bettnässen nicht dramatisieren, Kind nicht bestrafen oder unter Druck setzen
  • regelmäßige Toilettengänge vor dem Schlafengehen oder auch während der Nacht

Wann zum Arzt?

  • wenn Kinder nach dem 5. Lebensjahr nachts einnässen
  • bei häufigen Harnwegsinfekten und Entzündungen im Genitalbereich

Autor: Redaktion Rehakliniken Online

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