Hämochromatose

Hämochromatose (Hämosiderose, Siderophilie) ist eine relativ häufig vorkommende Erbkrankheit. Bei dieser Erkrankung lagert sich übermäßig viel Eisen im Körper an. Diese ausgeprägte Eisenüberladung wird durch eine vermehrte Eisenaufnahme im Dünndarm bedingt. Die Symptome richten sich danach, welches Organ beteiligt ist. Da das Eisen nicht von selbst wieder ausgeschieden wird, muss es – meist über Aderlässe – entfernt werden.

Symptome

  • Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Gewichtsabnahme
  • unklare Gelenkbeschwerden
  • Organschäden mit veränderter Blutzuckerkonzentration, erhöhten Leberwerten und Oberbauchschmerzen, Herzrhythmusstörungen, Herzmuskelschwäche, Potenz- und Menstruationsstörungen

Ursachen

  • genetisch bedingt (defektes Gen auf dem 6. Chromosom)
  • Folge anderer Krankheiten, wie Hepatitis (B oder C) und Alkoholismus

Behandlung

  • regelmäßige Aderlässe
  • Erythrozyten-Apherese (maschinelle Entnahme von roten Blutbestandteilen)
  • Medikamente, die Eisen binden (sogenannte Chelatbildner)
  • diätetische Maßnahmen

Selbsthilfe

  • nur wenige stark eisenhaltige Nahrungsmittel verzehren
  • schwarzer Tee, zusammen mit der Mahlzeit getrunken, vermindert die Eisenaufnahme
  • auf Vitamin C-haltige Getränke (z. B. Orangensaft) 2 Stunden vor bis 2 Stunden nach den Mahlzeiten verzichten
  • wenig bis gar keinen Alkohol trinken

Wann sollten Sie zum Arzt?

Bei dunkler Hautverfärbung, allgemeiner Schwäche, Müdigkeit und Abgeschlagenheit sowie bei Oberbauch- und Gelenkschmerzen.

Autor: Redaktion Rehakliniken Online

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