Mandelentzündung

Bei einer Mandelentzündung (Angina oder Tonsillitis) sind die Gaumenmandeln entzündlich geschwollen. Oft erscheinen sie hochrot und belegt. Auslöser einer Mandelentzündung sind in der Regel Bakterien oder Viren. Leichte Mandelentzündungen heilen oft von selbst innerhalb weniger Tage folgenlos aus. Bei bakteriellen Mandelentzündungen hingegen sind häufig Antibiotika notwendig.

Symptome

Mandelentzündung
  • Schluckbeschwerden und Halsschmerzen
  • rote und geschwollene Gaumenmandeln, teils von gelben Belägen oder gelb-weißen Flecken und Eiter-Stippchen bedeckt
  • evtl. Schleimhautgeschwüre, Mundgeruch und ein bitterer Nachgeschmack nach dem Essen oder Trinken
  • ggf. Lymphknotenschwellungen im Kiefer- und Halsbereich, Fieber, Schwäche, Appetitlosigkeit und Kopfschmerzen

Ursachen

  • Bakterien (insbesondere beta-hämolysierende Streptokokken der Gruppe A, aber auch Haemophilus influenzae, Pneumokokken und Staphylokokken), seltener Viren (zum Beispiel Herpes-Viren oder das Eppstein-Barr-Virus)
  • Übertragung der Erreger durch Tröpfcheninfektion (zum Beispiel durch Husten, Niesen, Küssen oder Sprechen

Behandlung

  • bei Fieber und Schmerzen nicht-steroidale Entzündungshemmer und fiebersenkende Mittel wie Diclofenac, Ibuprofen oder Paracetamol
  • bei bakterieller Mandelentzündung Antibiotika (insbesondere Penicillin).
  • Mandelsche Lösung (zum Pinseln oder Gurgeln)

Selbsthilfe und Vorbeugung

  • Dequaliniumchlorid, Dichlorbenzylalkohol, Hexetidin und Tyrothrizin (wirken desinfizierend)
  • Benzocain- oder Lidocain-haltige Sprays oder Lutschtabletten (örtlich betäubend)
  • Bromelain-haltige Medikamente (entzündungshemmend und abschwellend)
  • Anis, Cajeput, Eukalyptus, Fenchel, Kampfer, Pfefferminze oder Thymian (reizlindernd und schwach antibakteriell)
  • Umschläge, Waschungen, Bäder und Salben mit pflanzlichen Wirkstoffen aus Eukalyptus, Kamille, Thymian und Fenchel
  • Tees mit entzündungshemmenden Kräutern wie Kamille und Salbei
  • Halswickel mit lauwarmem Quark

Wann zum Arzt?

Bei hohem Fieber, schlechtem Allgemeinbefinden und ausgeprägten Hals- und Schluckbeschwerden (insbesondere bei Kindern sowie älteren und immungeschwächten Menschen).

Autor: Redaktion Rehakliniken Online

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