Nervosität

Nervosität ist ein Gefühl, das die meisten Menschen kennen. Feuchte Hände, wachsende Unruhe oder ungeduldiges Warten sind Ausdrücke von Nervosität, die nahezu jeder zuweilen erlebt. Das Gefühl der Nervosität kann sich aber auch unangenehm steigern und dauerhaft anhalten. Ob normale Nervosität oder krankhaft übersteigerte Unruhe: In beiden Fällen gibt es viele wirksame Hausmittel gegen Nervosität. Und wenn die nicht helfen, bieten beruhigende oder entspannende pflanzliche oder herkömmliche Arzneien eine Alternative.

Symptome

Nervosität
  • körperliche Symptome
    • beschleunigter oder unregelmäßiger Herzschlag (Herzrasen, Herzrhythmusstörungen)
    • erhöhte Atemfrequenz
    • vermehrtes Schwitzen, feuchte Hände
    • Händezittern
    • unruhige Augenbewegungen, Lidflattern
    • Erröten im Gesicht oder Blässe
    • flaues Gefühl im Magen, mitunter Durchfall
    • motorische Unruhe (Zappeligkeit und Hibbeligkeit)
    • verstärkter Bewegungsdrang.
  • psychische Symptome
    • wachsende Ungeduld
    • negative Gedankenspiralen
    • gesteigerte Erregbarkeit oder Reizbarkeit
    • Konzentrationsstörungen, verminderte Aufmerksamkeit
    • unkontrolliertes Sprechen

Ursachen

  • erbliche Veranlagung
  • erlerntes Verhalten (nervös reagierende Eltern beispielsweise)
  • persönliche Erlebnisse wie Traumata

Folgen

Stress oder durch Stress begünstigten Erkrankungen wie Bluthochdruck, nervöse Magen-Darm-Beschwerden, Angst, Angststörungen und Depressionen sowie Schlafstörungen

Selbsthilfe (Hausmittel)

  • entspannende, beruhigende Atemübungen
  • Autosuggestionen wie Autogenes Training oder Gedankenreisen
  • Entspannungstechniken wie Progressive Muskelentspannung
  • Verzicht auf anregende Genussmittel und Drogen wie Kaffee, Alkohol und Nikotin
  • warme Bäder mit entspannenden Zusätzen wie Lavendel
  • Bewegung gegen motorische Unruhe

Selbsthilfe (Pflanzliche Arzneien)

Kamille, Baldrian, Hopfen, Melisse, Passionsblumenkraut oder Lavendel als Tablette, Extrakt, Tropfen, Tee, Öl oder Badezusatz

Ärztliche Behandlung

  • beruhigende und angstlösende Antidepressiva wie Citalopram, Fluoxetin, Paroxetin und Sertralin
  • Benzodiazepine wie Bromazepam, Diazepam, Lorazepam und Oxazepam (Achtung: Gefahr der Abhängigkeitsentwicklung)
  • Nervendämpfungsmittel wie Chlorprothixen, Perphenazin oder Clomethiazol
  • Stimmungsaufhellung durch Paroxetin oder Trimipramin

Wann sollten Sie zum Arzt?

  • wenn Nervosität dauerhaft anhält oder Leidensdruck schafft
  • bei Schlafstörungen oder anderen Folgeerkrankungen

Autor: Redaktion Rehakliniken Online

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