Nesselsucht

Nesselsucht (lateinischer Name Urtikaria) verdankt ihre Bezeichnung den typischen Symptomen: stark juckenden Hautquaddeln, wie sie auch von Brennnesseln verursacht werden. Ursache der Nesselsucht ist in 10 Prozent der Fälle eine allergische Reaktion, die in den meisten Fällen innerhalb von wenigen Stunden vollständig abklingt. Es gibt jedoch noch viele Auslöser mehr, zum Beispiel physikalische Reize wie Wärme, Kälte oder Druck, Wasser, Infektionen oder organische Erkrankungen. Mittel der Wahl zur Behandlung von Nesselsucht sind antiallergische Antihistaminika und notfalls Glukokortikoide, also Kortison.

Symptome

Nesselsucht
  • meist rote (selten weißen), stark juckende Quaddeln
  • mitunter zuschwellende Schleimhäute im HNO-Bereich
  • Herzrasen, Schwindel, Atemnot, Fieber, Erbrechen
  • selten Kreislaufstörungen bis hin zum Kollaps

Ursachen

  • allergische Reaktion
  • physikalische Reize, wie Kälte, Wärme, Druck, Vibrationen oder Sonne
  • erhöhte Stimulation des vegetativen Nervensystems
  • Wasser
  • organische Ursachen, zum Beispiel Störungen in der Nebennierenrinde oder versteckte Entzündungsherde
  • Bakterien, wie das Bakterium Helicobacter pylori

Komplikationen bei Nesselsucht

  • Quincke-Ödem mit starken Schwellungen, vor allem im Gesicht und Nasen-Rachen-Raum sowie an Händen und Füßen
  • allergischer Schock (notfallmedizinisch zu versorgen)

Behandlung

  • Antihistaminika wie Azelastin, Loratadin, Levocabastin, Clemastin oder Cetirizin
  • Glukokortikoide wie Prednisolon, Prednison oder Dexamethason

Selbsthilfe

  • Allergene und auslösende Reize meiden
  • frei verkäufliche Antihistaminika (siehe oben)

Wann sollten Sie zum Arzt?

  • bei starken Beschwerden
  • bei starken Schwellungen, vor allem im Gesicht und Halsbereich Notarzt rufen (Symptom von Quincke-Ödem)
  • bei Atembeschwerden, Durchfall, Fieber, Übelkeit oder Schwindel

Autor: Redaktion Rehakliniken Online

  • Teilen
  • Teilen
  • Teilen
  • BookmarkMerken
  • Drucken
  • Empfehlen