Stress

Stress ist ein Begriff, den fast alle Menschen kennen. Und unter dem sehr viele Menschen Verschiedenes verstehen. Eine bevorstehende Flugreise kann Glücksgefühle wecken, aber auch Tage währenden Stress wegen vorher zuerledigender Arbeit, Flugangst oder Sorgen um das Reisebudget verursachen. Stress ist also nicht nur eine biologisch angelegte Körperreaktion, sondern das Erleben von Stress hängt sehr stark von individuellen Umständen und Bewertungen ab. Normaler Stress ist nicht schlecht oder böse – und macht auch nicht krank. Wenn wir allerdings dauerhaft negativem Stress ausgesetzt sind, fördert das eine ganze Reihe von Erkrankungen und Gesundheitsrisiken für Körper und Geist. Grundsätzlich profitieren fast alle Menschen, wenn sie konstruktiv mit Stress und den verursachenden Belastungen umgehen. Und diesen Umgang mit Stress kann man lernen.

Symptome

Stress
  • „Schrecksekunde“ bei beginnender Stress-Reaktion
  • beschleunigter Herzschlag
  • steigender Blutdruck
  • Aktivierung der Muskulatur
  • eventuell Schweißausbrüche, Zittern oder Schwindel
  • erhöhte Erregbarkeit
  • Tunnelblick auf das Stress auslösende Ereignis

Ursachen

  • biologisch angelegte Stress-Reaktion, entwicklungsgeschichtlich zur Gefahrenabwehr
  • gesteuert durch Ausschüttung von Stresshormonen wie Adrenalin, Noradrenalin und Kortisol
  • ausgelöst durch sogenannte Stressoren oder Stressfaktoren, also Ereignisse oder Umstände, die als bedrohlich wahrgenommen werden (ohne tatsächlich bedrohlich sein zu müssen)

Folgen

  • Herz-Kreislauferkrankungen wie Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen oder Herzinfarkt
  • Magen- und Darmprobleme wie Magenschleimhautentzündungen, Magengeschwüre oder Zwölffingerdarmgeschwüre
  • Verdauungsbeschwerden wie Durchfall, Sodbrennen, Übelkeit und Erbrechen
  • erhöhte Infektanfälligkeit durch ein geschwächtes Immunsystem (Abwehrschwäche)
  • Schlafstörungen
  • Kopfschmerzen wie Migräne und Spannungskopfschmerzen
  • Viruserkrankungen wie Lippenherpes und Gürtelrose
  • Hauterkrankungen wie Neurodermitis und Psoriasis sowie Allergien oder Asthma können durch Stress verstärkt werden.
  • bisher nicht diagnostizierte (aber vorhandene) Stoffwechselstörungen wie Diabetes
  • Burnout
  • Angst und Angststörungen
  • Tinnitus
  • Depressionen
  • Nervosität, Unruhe
  • Konzentrationsstörungen
  • ADS und ADHS

Behandlung

  • ärztlich vor allem Behandlung von stressbedingten Erkrankungen (siehe Folgen)
  • eventuell vorübergehend beruhigende Medikamente wie Alprazolam, Diazepam, Lorazepam oder Oxazepam

Selbsthilfe

  • negativen Stress in positiven ummünzen durch Neubewertung
  • Belastung durch Stressfaktoren konstruktiv organisieren (beispielsweise besseres Zeit- und Terminmanagement, angemessene Aufgabenplanung, Delegieren)
  • eigene Leistungskraft durch Ausdauersport, gesunde Ernährung und Verzicht auf Rauschmittel oder ausreichenden Schlaf stärken
  • für Entspannung als Gegenpol zum Stress sorgen (Autogenes Training, Atemübungen, Mediation und Ähnliches).
  • Unterstützung durch milde pflanzliche Zubereitungen (Dragees, Tees, Tropfen) aus Johanniskraut, Baldrian, Kamille, Melisse, Hopfen, Passionsblumenkraut oder Lavendel

Wann sollten Sie zum Arzt?

  • wenn Stress Sie dauerhaft belastet oder Stress dauerhaft anhält
  • bei starken körperlichen Reaktionen oder Erkrankungen

Autor: Redaktion Rehakliniken Online

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