Tennisarm

Tennisarm ist die irreführende Bezeichnung für eine Reizung des Sehnenansatzes im Ellenbogen, die erhebliche Schmerzen bereiten kann. Irreführend ist die Bezeichnung, weil der Tennisarm (die korrekte medizinische Bezeichnung lautet Epicondylitis humeri radialis) keineswegs nur Tennisspieler trifft. Vielmehr sind es ständig wiederkehrende, monotone Belastungen, Fehlbelastungen oder ungewohnte Bewegungen, die einen Tennisarm verursachen. Die Behandlung des Tennisarms kann sich als ziemlich langwierig erweisen. Erste Hilfe bieten schmerz- und entzündungshemmende Medikamente sowie Bandagen oder Schienen. Frühestens nach einem Jahr erfolgloser Behandlung sollte eine Tennisarm-OP erwogen werden.

Symptome

Tennisarm
  • Schmerzen am Übergang vom Muskel über die Sehne zum Ellenbogenknochen
  • Schmerzen bei Überstrecken von Handgelenk oder bei Faustballen
  • nachlassende Kraft in Hand und Fingern

Ursachen

  • kleinste Einrisse in den Sehnenansätzen mit folgender Entzündungsreaktion
  • ausgelöst durch Verschleiß, Fehl- oder Überbeanspruchungen der Arme
  • längere und monotone Bewegungen
  • ungewohnte, einseitige Belastung untrainierter Muskulatur
  • falsche Techniken beim Sport oder schlechtes Gerät

Behandlung

  • Ruhigstellung, ggf. durch Bandagen oder Schiene
  • entzündungshemmende und schmerzstillende Medikation, beispielsweise mit Ibuprofen, Paracetamol oder Diclofenac
  • Injektionstherapie mit Kortison oder örtlichen Betäubungsmitteln bei Bedarf, neuer Therapieansatz sind Botoxinjektionen in das Gelenk
  • Physiotherapie, Massagen, physikalische Anwendungen
  • Akupunktur, Chirotherapie
  • elektromechanische Stimulationen, Magnetfeldtherapie oder Ultraschall
  • frühestens nach 1 Jahr Operation

Selbsthilfe

  • Arm ruhig halten und nicht belasten
  • Kühlung
  • Therapie befolgen
  • pflanzliche Begleitmedikation mit Arnika, Beinwell, Fichtennadelöl, Menthol, Johanniskraut oder Bromelain
  • Einreibungen mit Arnika-, Johanniskraut-, Salbei- und Rosmarinöl
  • Umschläge mit Kamillenblüten, Hamamelisblätter oder Rosskastaniensamen, alternativ Umschläge mit Weißkohlblättern, Quark oder Buttermilch
  • Heublumen-Armbäder
  • Auflagen von Honig mit gerebelten Majoran

Vorbeugung

  • Über- und Fehlbelastungen vermeiden
  • Arm mit Bandagen oder Schienen stützen
  • Aufwärmübungen vor Sport oder Belastung des Arms
  • gutes Sportgerät verwenden, beispielsweise schwingungsarme Tennisschläger und richtige Spieltechnik erlernen

Wann sollten Sie zum Arzt?

  • bei jedem Verdacht auf eine Muskel- oder Gelenkverletzung
  • wenn Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen nicht innerhalb von 48 Stunden von selbst vergehen
  • bei Taubheit oder Lähmungsgefühl in Arm, Hand oder Fingern

Autor: Redaktion Rehakliniken Online

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