Therapie bei Rheuma

Die geeigneten Therapien richten sich nach der Diagnose der jeweiligen rheumatischen Erkrankung. Hausarzt, Orthopäde u8nd Rheumatologe sollten im Idealfall zusammen arbeiten.

medikamentöse Therapie

Mit einer Therapie sollte frühestmöglich begonnen werden, so kann der Krankheitsverlauf eingedämmt werden und die Langzeitprognose positiv beeinflusst werden. Therapien können ambulant oder stationär ausgeführt werden. Wichtig ist die multidisziplinäre Behandlung in Form eines ganzheitlichen Therapiekonzeptes. An der Durchführung der Therapien können sowohl Hausärzte, Rheumatologen, Physio-, Sport- und Ergotherapeuten als auch Psychologen, Sozialarbeiter und Pflegekräfte beteiligt sein.

Medikamente zur Therapie von Rheuma

Zur Therapie von rheumatischen Erkrankungen gibt es viele Medikmente, die je nach Ausprägung und Verlauf der Krankheit zum Einsatz kommen.Behandlet wird zunächst mit Basistherapeutike. Diese Medikamente dienen der Vorbeugung bzw. der Verzögerung der Gelenkzerstörung. Je früher diese Medikamente im Krankheitsverlauf eingesetzt werden um so besser. Die Wirksamtkeit setzt je nach Medikament unter Umständen erst nach vier bis16 Wochen ein. In Studien wurde nachgewisen, dass die Basistherapiemehr Nachhaltiugkeit mit sich bringt, wenn die Medikamente in einen frühen Krankheitsstadium zum Einsatz kommen.

Die Basistherapie kann bei Bedarf um Biologika ergänzt werden. Biologika sind gentechnisch hergestellte Antikörper, die sich gegen bestimmte Rezeptoren einen fehlogeleiteten Immuinsystems richten.

Neben der Basis- und Kombinationstherapie kommt die symptomatische medikamentöse Therapie infrage. Die sogenannten nichtsteroidalen Antirheumatika werden zur Hemmung entzündungsfördernder Botenstoffe und zur Schmerzlinderung eingesetzt. Die Dauer der medikamentösen Einnahme dieser Antirheumatika sollte allerdings zeitlich begrenzt und die Menge so gering wie möglich gehalten werden, weil es zu Nebenwirkungen kommen kann.

Bei Rheuma kann auch eine ergänzende Behandlung mit Kortison erfolgen. Bei der systemischen Therapie erfolgt die Einnahme von Kortison in Form von Tabletten. Ist nur ein Gelenk betroffen, kann Kortison auch direkt in das betroffene Gelenk gespritzt werden. Dabei eignen sich vor allem Varianten von Kortison, die an eine Art Kristall gebunden sind. Diese verbleiben entsprechend länger an der betroffenen Stelle und entfalten dort ihre entzündungshemmende, schmerzlindernde Wirkung.

Sporttherapie

Physiotherapie bei Rheuma

Zur Behandlung von Rheuma sollte immer auch eine nicht-medikamentüse Bahndlung gehören. Dise nicht-invasive Behandlungsformen dienen zur Schmerzlinderung und zur Verbesserung sowie zur Erhaltung von Bewegungsabäufen des täglichen Lebens. Die sozialen Lebensstrukturen des Patienten sollen nach Möglichkeit erhalten bleiben.

Die Physiotherapie wird ergänzt mit Maßnahmen aus der Krankengymnastiuk und Sporttherapie. Die Bewegungsübungen sollen soi ausgewählt werden, dass der Patient diese nach krankengymnastischer Anleitung auch selbst durchführen kann und unter Umständen sogar in seinen Alltag integrieren kann. Viele Patienten finden Bewegungsbäder besonders angenehm und effektiv. Die Übungen fallen im warmen Wasser oftlmals leichter.

Durch die angeordnete Sporttherapie soll die Ausdauer und Belastbarkeit des Patienten gestärkt werden. Durch regelmäßigs Kraft- und Ausdauertraing können Schmerzen gelindert werden und Gelenkveränderungen vorgebeugt werden. Zuviel sportlicher Kraftakt sollte dabei nicht ausgeübt werden und von extremen Ausdauersportarten und Kampfsport ist unbedingt Abstand zu halten.

Ergotherapie bei Rheuma

Die Ergotherapie soll sich gleichermaßen mit der Bewältigung von alltäglichen Bewegungsmaßnahmen beschäftigen als auch der Aufklärung und Information des Patienten widmen. Teilweise müssen erst orthopädische Hilfsmittel wie Einlagen, Gehstützen oder Schienen nach und nach in den Alltag des Patienten integriert und ihre richtige Handhabung erlernt werden. Ziel der ergotherapeutischen Maßnahmen ist dabei stets die gelenkschonende Durchführung von Abläufen, mit oder ohne Hilfsmittel.

Zur Therapiebegleitung der Patienten hat die Deutsche Rheuma-Liga e.V. einen Rheuma Pass herausgegeben. Hier kann der Patient den Verlauf seiner Erkrankungen selber dokumentieren. Der Pass ist auch als Grundlage gedacht um mit dem Arzt weitere Therapiemöglichkeiten zu besprechen. Bei einem Arzt besuch sollte der Patient den Pass daher immer dabei haben.

PDFRheuma-Pass der Deutschen Rheuma-Liga e.V.

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