Zinkmangel

Zinkmangel kann viele Ursachen haben. Dazu gehören unter anderem eine mangelhafte Verwertung des Zinks aus der Nahrung, ein erhöhter Zinkbedarf in bestimmten Situationen (wie Erkrankungen, Schwangerschaft, Stillzeit oder Wachstum) sowie eine Mangel- und Fehlernährung. In Industrieländern liegt ein wiederkehrender Zinkmangel häufig an einer einseitigen Ernährung mit Fertiglebensmitteln oder Junkfood wie Burgern und Pommes. Zinkmangel hat etliche Symptome, weil das lebensnotwendige Spurenelement an vielen Stoffwechsel- und Wachstumsprozessen beteiligt ist. Als Beispiele seien das Immunsystem, die Wundheilung und die sexuelle Reifung genannt.

Symptome

Zinkmangel
  • erhöhte Infektanfälligkeit
  • Störungen der Wundheilung
  • entzündliche Hauterkrankungen und Akne
  • Haarausfall, nachlassende Haarqualität, brüchige Nägel
  • Wachstumsstörungen bei Kindern und Jugendlichen
  • Potenzstörungen, verminderte Libido
  • Geruchs- und Geschmacksstörungen
  • Sehstörungen

Ursachen

  • einseitige Ernährung (Diäten, Junkfood, vegetarische Ernährung)
  • regelmäßiger Alkoholkonsum
  • Leber-, Magen- und Darmerkrankungen
  • Tumore, Darmoperationen
  • Diabetes
  • Einnahme bestimmter Medikamente (wie Abführmittel und Antibabypille)
  • erhöhter Bedarf in Schwangerschaft, Stillzeit, Wachstum

Behandlung

  • auslösende Erkrankungen behandeln
  • Ernährung umstellen
  • ggf. medikamentöse Zinkgabe

Selbsthilfe und Vorbeugung

  • vorzugsweise Ernährung mit zinkhaltigen Lebensmitteln (vor allem rotes Fleisch, Meeres- und Schalentiere, Milch und Hülsenfrüchte)
  • frei verkäufliche Zinkpräparate (maximal 10 mg/Tag für gesunde Erwachsene)
  • Vorsicht vor Überdosierung: Zinküberschuss kann Koma verursachen

Wann sollten Sie zum Arzt?

  • bei erhöhter Infektanfälligkeit
  • bei Hautveränderungen ohne erkennbar harmlose Ursache

Autor: Redaktion Rehakliniken Online

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