Ein Brandunfall verändert das Leben

Mitteldeutsches Verbrennungssymposium tagt am 17. Juni – Prävention in der GrillsaisonDie Lieblingsbeschäftigung der Deutschen ist im Sommer das Grillen. Leider ist es auch eines der unfallträchtigsten Freiluftvergnügen, nicht wenige der rund 18.000 Brandverletzten pro Jahr gehen auf das Konto unsachgemäßen Handlings beim Brutzeln des Grillgutes. In der Moritz Klinik in Bad Klosterlausnitz wurden allein seit April diesen Jahres elf Patienten mit Brandverletzungen durch falsches Grillen behandelt. Am Samstag, den 17. Juni treffen sich hier namhafte Referenten und Experten aus ganz Deutschland zum Thema Brandverletzungen.

Die Lieblingsbeschäftigung der Deutschen ist im Sommer das Grillen. Leider ist es auch eines der unfallträchtigsten Freiluftvergnügen, nicht wenige der rund 18.000 Brandverletzten pro Jahr gehen auf das Konto unsachgemäßen Handlings beim Brutzeln des Grillgutes.  In der Moritz Klinik in Bad Klosterlausnitz wurden allein seit April diesen Jahres elf Patienten mit Brandverletzungen durch falsches Grillen behandelt.  Am Samstag, den 17. Juni treffen sich hier namhafte Referenten und Experten aus ganz Deutschland zum Thema Brandverletzungen.

 

„Nach dem ersten Mitteldeutschen Verbrennungssymposium 2016 gab es eine Flut an positiven und ermutigenden Rückmeldungen“, berichtet Organisator Dr. Hans Ziegenthaler, der die Abteilung für Brandverletzungen in der Moritz Klinik als Oberarzt leitet. Insbesondere die Gelegenheit zum interdisziplinären Erfahrungsaustausch zwischen Ärzten, Pflege, Therapeuten, Orthopädietechnikern, Psychologen und Vetretern von Kostenträgern sei intensiv genutzt worden. Dieser Grundgedanke solle daher auch am kommenden Samstag im Vordergrund stehen.

 

Aktuelle Themen

Ereignisse wie der Brand des Clubs „Colective“ im Oktober 2015 in Bukarest, der Klinikbrand in Bochum und das BASF-Schadensereignis im Herbst 2016 zeigen die Notwendigkeit, jederzeit auf so genannte Großschadensereignisse vorbereitet zu sein. Am Symposiumsvormittag arbeiten verschiedene Experten die Themen Ersversorgung, Rekonstruktion und Reahbilitation sowie die pschologische Betreuung rund um die genannten Fälle auf. Weitere Themen sind die Behandlung nach Verletzungen durch Starkstrom sowie der Einsatz moderner Materialien in der Therapie von zum Beispiel Narben.

 

„Die Teilnehmer erwarten informative und spannende Vorträge von namhaften Experten  Deutschlands, Österreich und der Schweiz“, so Dr. Hans Ziegenthaler. „Außerdem konnten  insgesamt 35 Aussteller aus der Industrie und dem regionalen mittelständigen Handwerk gewonnen werden, die über aktuelle Produkte und Innovationen informieren.“ Erwartet werden 130 bis 150 Teilnehmer aus allen Bereichen der medizinischen Versorgung brandverletzter Patienten.

 

Wie Unfälle vermeiden?

Da die meisten Brandunfälle nach wie vor im häuslichen Umfeld geschehen, geben Dr. Hans Ziegenthaler und sein interdisziplinäres Team regelmäßig Tipps, wie Brandunfälle verhindert werden können. Beim Grillen gilt deshalb: „Benutzen Sie nur Grillgeräte mit dem GS Sicherheitszeichen. Beim Grillen mit dem Holzkohlegrill sollten nur Grillanzünder mit DIN-Norm 66358 verwendet werden. Benutzen Sie zum Entfachen der Glut einen Blasebalg oder Fächer. Achten Sie auf den Funkenflug und besonders darauf, dass Kinder nicht in der Nähe des Grills spielen. Überprüfen Sie bei Gas- oder Elektrogrills vor jedem Gebrauch die Gasschläuche und Anschlüsse.“

Autor: Redaktion Rehakliniken Online

Stand: 12.06.2017

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