Gesundheitsausgaben von über einer Milliarde Euro pro Tag in 2017 erreicht

Im vergangenen Jahr überschritten die Gesundheitsausgaben in Deutschlands erstmals die Rekordmarke von einer Milliarde Euro pro Tag. Ein Grund könnte das dritte Pflegestärkungsgesetz sein.

Gesundheitsausgaben von über einer Milliarde Euro pro Tag in 2017 erreicht

Prognostiziert wurde vom Statistischen Bundesamt für das Jahr 2017 ein Anstieg der Gesundheitsausgaben von 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt 374,2 Mrd. Euro (2016: 356,5 Mrd. Euro). Diese hohe Wachstumsrate - im Vorjahr betrug sie lediglich 3,8 Prozent - führt das Bundesamt auf das dritte Pflegestärkungsgesetz zurück, das am 1. Januar 2017 in Kraft trat. Erstmals bietet man eine neue entwickelte Formel zur Finanzierung der laufenden Gesundheitsausgaben an. So wurden die laufenden Gesundheitsausgaben in 2016 zu einem Großteil durch die Sozialversicherungsbeiträge der Arbeitnehmen (112,2 Milliarden Euro) und die Sozialversicherungsbeiträge der Arbeitgeber (81,6 Mrd. Euro) übernommen. Zudem wurden insgesamt 51,8 Milliarden Euro duch staatliche Transfers finanziert. Mit Hilfe dieser Finanzierungsrechnung können die Entwicklungen des Gesundheitssystems nachvollzogen werden, wie etwa ein stärkerer Anstieg der sonstigen Finanzierung durch Privathaushalte im Jahr der Einführung der Praxisgebühr 2004 oder der Rückgang dieser Finanzierung bei Abschaffung der Praxisgebühr in 2013. Für 2009 zeigt die Finanzierungsrechnung eine Verschiebung von freiwilligen Versicherungs- hin zu Pflichtprämien an.

Autor: Redaktion Rehakliniken Online

Stand: 05.06.2018

Quelle:

CHIRURGISCHE ALLGEMEINE April 2018

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